H&H Gastrolution
Ein leerer Küchenposten mit abgestellten Pfannen

Mietkoch

Wann ein Mietkoch die falsche Antwort ist

Wir vermitteln Mietköche. Trotzdem raten wir in bestimmten Fällen davon ab — weil ein Einsatz, der nicht passt, beiden Seiten schadet und uns den nächsten Auftrag kostet. Hier stehen die vier Fälle, in denen Sie besser etwas anderes tun.

Von Niklas Hauptmann, Koch, Mietkoch und Gründer von H&H GastrolutionStand: 24. September 2026

1. Wenn Sie ganzjährig und planbar besetzen können

Dann ist die Festanstellung günstiger. Nicht ein bisschen, sondern deutlich.

Ein festangestellter Koch kostet Sie rund 26,04 € je tatsächlich gearbeiteter Stunde, ein Küchenchef rund 34,19 € — inklusive Arbeitgeberanteil und gerechnet auf die Stunden, die nach Urlaub, Feiertagen und Krankheit übrig bleiben. Ein Mietkoch kostet 39 beziehungsweise 45 Euro. Wer eine Stelle das ganze Jahr über füllen kann und jemanden findet, sollte fest anstellen.

Die vollständige Rechnung mit allen Annahmen steht auf der Seite was ein Mietkoch kostet.

2. Wenn der Posten so, wie er zugeschnitten ist, nicht besetzbar ist

Manche Anfragen scheitern nicht am Geld, sondern am Zuschnitt. Ein Koch, der allein à la carte für 200 Gäste kochen soll. Eine Stelle, die Küchenleitung, Alleinarbeit, Spülen und Reinigung zugleich verlangt, zwölf Stunden am Tag. Beides haben wir abgelehnt.

Das ist keine Zimperlichkeit. Ein Koch, der unter solchen Bedingungen anfängt, hört vorzeitig auf — mitten in Ihrer Saison. Den Schaden hätten Sie, nicht wir. Wenn Sie so eine Stelle besetzen wollen, teilen Sie sie besser auf zwei Personen auf oder kürzen Sie die Karte, bevor Sie jemanden buchen.

3. Wenn Sie jemanden suchen, den Sie wie einen Angestellten einsetzen können

Ein Mietkoch ist selbständig. Er ist nicht weisungsgebunden, er gehört nicht in Ihren Dienstplan, und er ist nicht dafür da, die Arbeiten zu übernehmen, die sonst niemand machen will. Wer einen weisungsgebundenen Mitarbeiter braucht, braucht eine Anstellung oder eine Zeitarbeitsfirma mit Überlassungserlaubnis — keinen Mietkoch.

Was Sie mit einem Mietkoch dürfen und was nicht, steht auf der Seite Mietkoch richtig einsetzen. Das ist kein Kleingedrucktes: Wer es falsch macht, riskiert, dass das Verhältnis nachträglich als Beschäftigung eingestuft wird — mit allen Folgen.

4. Wenn Ihr Hauptziel ist, Geld zu sparen

Dann ist ein Mietkoch der falsche Hebel. Er ist teurer als eine Festanstellung. Er ist die richtige Wahl, wenn Sie Zeit, Kapazität oder Sicherheit kaufen wollen — nicht, wenn Sie die Personalkosten senken wollen.

Wann er die richtige Antwort ist

Der Vollständigkeit halber, kurz:

  • Saisonbetrieb. 7 Monate geöffnet, zwölf Monate Lohn — dann kostet der Festangestellte rund 44,63 € je produktiver Stunde und ist teurer als der Mietkoch.
  • Akuter Ausfall. Ein Mietkoch steht in der Regel innerhalb von 24 Stunden in Ihrer Küche. Eine Stellenausschreibung braucht Wochen.
  • Spitzen und Veranstaltungen. Wenn die Bankettschiene die à-la-carte-Küche sonst mit erledigen müsste.
  • Wiederkehrender, planbarer Bedarf. Wenn die Auslastung stärker schwankt als die Besetzung, ist ein fest eingeplanter Mietkoch-Einsatz günstiger als der jährliche Notruf — und Sie bekommen den Koch, den Sie wollen, statt den, der gerade frei ist.
  • Überstunden. Wo Festangestellte an die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes stoßen, teilt sich ein Selbständiger die Zeit selbst ein.
  • Wenn es nicht passt. Ein Mietkoch ist ersetzt, ein Festangestellter nicht.

Lieber erst besprechen

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Fall dazugehört: Rufen Sie an. Wir sagen Ihnen auch, wenn wir der falsche Ansprechpartner sind — das kostet uns einen Auftrag und spart Ihnen mehr.

Weiterlesen

Was hier beschrieben ist, habe ich als Mietkoch in der Küche gesehen — nicht als Vermittler am Telefon.